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SPIEGEL-Artikel "Licht des Todes" hat gegen den Pressekodex verstoßen

31.01.2014 08:47:22

Bundesfachverband Besonnung e.V.

Seelbach, 10.01.2014: In seiner Ausgabe 2/2013 hatte der SPIEGEL einen drei Druckseiten umfassenden

Artikel "Licht des Todes" veröffentlicht. In der Überschrift hatte es geheißen: "Die Gefahren durch

Sonnenstudios werden noch immer unterschätzt. Studien zeigen: Die dort eingesetzte UV-Strahlung

erhöht das Hautkrebs-Risiko."

 

Der Bundesfachverband Besonnung e. V. hatte beim "Deutschen Presserat", der freiwilligen

Selbstkontrolle der Presse, eine Beschwerde eingereicht. In seiner Sitzung am 03.12.2013 wertete der

Beschwerdeausschuss diese als "begründet". Dem SPIEGEL wurde als Ergebnis der presseethischen

Bewertung ein "Hinweis" erteilt. Auf eine schärfere Missbilligung wurde verzichtet, da der Justitiar des

SPIEGEL im Verfahren einen Fehler eingeräumt und eine entsprechende Korrektur der Internet-Fassung

des Artikels angekündigt hatte. Diese ist mittlerweile erfolgt.

Im Artikel hatte es geheißen:

 

“Die epidemiologische Beweislage ist mittlerweile erdrückend, wie eine

aktuelle Auswertung wichtiger Studien in ″British Medical Journal″ belegt.“ Gegenstand der Beschwerde

war die Formulierung, "Schon jeder weitere Besuch im Sonnenstudio steigert das Risiko um rund zwei

Prozent." In der Studie stand nichts von "jedem weiteren Besuch", sondern von jedem weiteren Jahr".

Der Presserat zur SPIEGEL-Formulierung: "Dadurch werden die Ergebnisse der Studie drastisch verzerrt."

Die acht Mitglieder des Beschwerdeausschusses trafen ihre Entscheidung über die Begründetheit der

Beschwerde und die Maßnahme gegen den SPIEGEL einstimmig. Ziffer 2 des Pressekodex hat folgenden Wortlaut.

 

Sorgfalt

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte

Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren

Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung,

Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen,

Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen."

 

Pressekontakt

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