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Menschlicher Körper braucht regelmäßige UV-Bestrahlung. Wissenschaftler: Nutzen von Sonnenlicht geht über die Bildung von Vitamin-D hinaus

18.09.2013 09:29:27

Presseinformation Sunlight Research Forum (SRF)

Veldhoven, (SRF) – Lässt sich die Senkung des Krebsrisikos durch Sonneneinstrahlung ausschließlich mit Vitamin D erklären? Durch die systematische Auswertung epidemiologischer Studien haben Wissenschaftler festgestellt, dass die große Mehrheit der Studien auf einen Zusammenhang zwischen regelmäßiger (nicht sporadischer) Sonnenbestrahlung und einem gesenkten Risiko für Darm- Brust- und Prostatakrebs sowie NHL hinweist. Unser Körper benötigt Sonnenlicht – das ganze Jahr über!

 

Regelmäßiger Sonnenbestrahlung Immer mehr und überzeugendere Hinweise deuten darauf hin, dass regelmäßige (nicht sporadische) Sonnenbestrahlung das Krankheitsrisiko senken kann. „Zusammenfassend deuten epidemiologische Studien darauf hin, dass (regelmäßige) Sonnenbestrahlung, möglicherweise durch die (teilweise) Wirkung des Vitamin D, das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senkt, insbesondere von Darm-, Brust- und Prostatakrebs sowie NHL. Außerdem gibt es Anzeichen dafür, dass eine relative hohe individuelle Sonnenbestrahlung möglicherweise die Heilungschancen bei Darm-, Brust-, Prostata- und Lungenkrebs, Melanomen und Hodkin-Lymphomen erhöht, “ so das Ergebnis der Studie der niederländischen Erasmus Universität. Und wie die Wissenschaftler hinzufügen, ist eine mäßige chronische UV-Bestrahlung möglicherweise die beste Gesundheitsempfehlung.

 

Sind Solarien die Lösung?

Die Wissenschaftler kommen in der Studie zu dem Schluss, dass „insbesondere in Ländern mit gemäßigten Klima aufgrund des erhöhten Hautkrebsrisikos einerseits von sporadischer Sonnenbestrahlung (und Sonnenbrand) abgeraten werden muss, andererseits zu einer (mäßigen) chronischen Sonnenbestrahlung zu raten ist.“

Die zur Senkung des Risikos für mehrere Krebsraten empfohlene mäßige chronische Bestrahlung durch Sonnenlicht oder UV-Licht ist jedoch in den meisten europäischen Ländern nicht einfach umzusetzen. In 6-8 Monaten im Jahr ist die Sonne zu schwach und auch im Sommer verhindert unsere moderne Lebensweise meist eine ausreichende Sonnenbestrahlung. Hier können moderne Solarien, die den strengen EU-Sicherheitsvorschriften entsprechen, für die benötigte Sonnenbestrahlung sorgen.

 

Weniger Sonnenbrände, weniger Allergien Ein weiterer positiver Effekt einer mäßigen chronischen UV-Bestrahlung ist die Anpassung der menschlichen Haut an das Sonnenlicht. Als natürlicher Schutzmechanismus wird sie dicker und bildet Pigmente. So ist sie besser gegen Sonnenbrand oder Sonnenekzeme (Polymorphe Lichtdermatose, PLD) geschützt. „Sonnenbrand und Sonnenekzeme entstehen durch zu viel UV auf nicht ausreichend angepasster Haut. Eine mäßige chronische Bestrahlung der Haut aktiviert das natürliche Schutzsystem gegen zu viel Sonnenlicht, “ erklärt Ad Brand vom Sunlight Research Forum (SRF).

 

 

Quelle:

Is prevention of cancer by sun exposure more than just the effect of vitamin D? A systematic review of epidemiological studies.Han van der Rhee a,, Jan Willem Coebergh b,c, Esther de Vries b a Department of Dermatology, Hagaziekenhuis, P.O. Box 40551, Leyweg 275, 2504 LN Den Haag, Zuid-Holland, The Netherlands b Department of Public Health, Erasmus MC, P.O. Box 1738, 3000 DR Rotterdam, The Netherlands

c Eindhoven Cancer Registry, Comprehensive Cancer Centre South, P.O. Box 231, 5600 AE Eindhoven, The Netherlands

European Journal of Cancer (2013) 49, 1422– 1436

 

 

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Das Sunlight Research Forum (SRF) ist eine Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in den Niederlanden. Ihr Ziel ist es, einer breiten Öffentlichkeit die neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über die Effekte maßvoller UV-Strahlung zugänglich zu machen.

 

Medienkontakt:

Ad Brand

Sunlight Research Forum (SRF)

Tel: +31 (0) 651 358 180

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