Kontakt

Krebsrisiko durch moderne Lebensweisen steigt auch in China

01.07.2012 15:27:17

Eine neue Studie aus China sieht die Industrialisierung und moderne Verhaltensweisen mit mangelnder Sonnenbestrahlung als mögliche Ursachen für die steigende Krebsrate im Land.

 

Der Schutz der Haut vor Sonnenstrahlung und insbesondere vor UV-B Strahlung gilt allgemein als wichtige Vorsichtsmaßnahme gegen Hautkrebs. Vor kurzem konnte ein Wissenschaftsteam unter der Leitung von Wanqing Chen jedoch zeigen, dass die Sterblichkeit durch die häufigsten Krebsarten bei den Chinesen, wie im Westen, eine umgekehrte Korrelation mit der Bestrahlung durch natürliches UV-B Licht aufweist. Dies gilt auch für seltene Erkrankungen, wie Krebs der Speiseröhre, des Magens, des Dickdarms, Mastdarms und des Gebärmutterhalses.

 

Die Ergebnisse der Forscher deuten darauf hin, dass das Sonnenscheinvitamin D, das der Körper mit Hilfe ultravioletter Strahlung auf natürlichem Wege bildet, die Häufigkeit und Schwere von Krebserkrankungen in China verringert. Die Studie zeigt, dass Industrialisierung mit einem Mangel an Sonnenbestrahlung einhergeht.

 

Um die Krebsrate einzuschätzen, analysierten die Forscher die Krebssterberate in 263 chinesischen Bezirken zwischen 1990 und 1992 sowie landesweite Daten zu Krebserkrankungen zwischen 1998 und 2002. Satellitenmessungen der natürlichen UV-B Strahlungsstärke und der Bewölkung wurden genutzt, um die durchschnittliche tägliche Bestrahlungsstärke für die 263 Bezirke im Jahr 1990 zu berechnen.

 

„Unter dem Einfluss von UV-B Strahlung bildet die Haut über 90 Prozent des vom Körper benötigten Vitamin D“, erklärt Ad Brand vom Sunlight Research Forum (SRF). „Aufgrund der wissenschaftlich bewiesenen positiven Wirkung eines hohen Vitamin D Gehalts (40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter Blut sind optimal), empfiehlt das SRF eine geringe, jedoch regelmäßige Bestrahlung mit UV-B – entweder durch Sonnenlicht oder im Solarium.“

Das Sunlight Research Forum (SRF) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in den Niederlanden. Das SRF fördert die Verbreitung neuer medizinischer und wissenschaftlicher Informationen über die Wirkung einer mäßigen UV-Bestrahlung auf den Menschen.

 

Medienkontakt:

Ad Brand

Sunlight Research Forum (SRF)

Tel: +31 (0) 651 358 180

info@sunlightresearchforum.eu

www.sunlightresearchforum.eu

 

Quelle: Wanqing Chen, Mark Clements, Bayzidur Rahman, Siwei Zhang, Youlin Qiao, Bruce K. Armstrong: „Relationship between cancer mortality/incidence and ambient ultraviolet B irradiance in China“, in: Cancer Causes Control (2010) 21:1701–1709  DOI 10.1007/s10552-010-9599-1

Zurück

gesunde-sonne-03